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Sammlung: Lugana

Lugana - elegant, fruchtig und saftig!

Die weiße Rebsorte stammt aus Italien. Synonyme sind Angelica, Boschera, Boschera Bianca, Duropersico, Lugana, Maggiore, Marchigiano, Mazzanico, Niuivres, Peloso, Pevarise, Peverella, Peverenda, Peverise Bianco, Pfefferer, Pfeffertraube, Pievana, Terbiana, Trebbiano di Lonigo, Trebbiano di Lugana, Trebbiano di Soave, Trebbiano di Verona, Trebbiano Nostrano, Trebbiano Valtenesi, Trebbiano Verde, Trebbiano Veronese, Turbiana, Turbiano, Turviana, Uva Marana, Verdetto, Verdicchio, Verdicchio Bianko, Verdicchio Dolce, Verdicchio Doratel, Verdicchio Doratello, Verdicchio Giallo, Verdicchio Marchigiano, Verdicchio Marino, Verdicchio Peloso, Verdicchio Sroccarello, Verdicchio Seroccarello, Verdicchio Straccione, Verdicchio Stretto, Verdicchio Verdaro, Verdicchio Verde, Verdicchio Vero, Verdicchio Verzello, Verdone, Verdurella, Verdusca, Verduschia, Verdusco und Verzello Verde.

Sie darf trotz scheinbar darauf hinweisender Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten nicht mit Maceratino(Verdicchio Marino), Perera (Pevarise), Trebbiano Romagnolo, Verdeca (Verdone), Verdelho oder Verdello (Verdetto) verwechselt werden. Die Abstammung der Sorte ist unbekannt, wahrscheinlich sind die Eltern bereits ausgestorben. Gemäß 2001 erfolgten DNA-Analysen ist die in Lombardei und Venetien angebaute Sorte Trebbiano di Soave identisch. Ebenso trifft dies auf die lombardischen Sorten Trebbiano Valtenesi und Trebbiano di Lugana, sowie Peverella (Pfefferer) aus dem Trentino zu. Weitere Studien ergaben eine enge Verwandtschaft zwischen Verdicchio Bianco und Maceratino. Schlussendlich besteht gemäß 2007 erfolgten Analysen zwischen der rosabeerigen Sorte Verdicchio (unterscheidet sich von Verdicchio Bianco) und Mammolo eine Eltern-Nachkommen-Beziehung.

Nach einer nicht überprüfbaren Hypothese lässt sich der Ursprung angeblich bis in die Zeit der Etruskerzurückverfolgen. Nach einer weiteren Hypothese soll sie (wie auch andere Sorten) ein Nachfahre der antiken Amineasein, die von den römischen Autoren Columella (1. Jhdt. n. Chr.) und Plinius dem Älteren (23-79 n. Chr.) erwähnt wurde. Und nach einer Legende hat der Westgotenkönig Alarich (370-410) vor der Eroberung Roms im Jahre 410 sein Heer mit diesem Wein gestärkt. Die sicher sehr alte Sorte stammt wahrscheinlich aus Venetien und wurde im 15. Jahrhundert in den Marken eingeführt. Eine Sorte namens „Verdicchio“ wurde vom Naturforscher Costanzo Felici (1525-1585) in Marken 1569 erwähnt.

Besonders in den 1950er und 1960er-Jahren wurde Verdicchio-Wein auch außerhalb Italiens bekannt. Die Handelsfirma Fazi-Battaglia führte Anfang der 1950er-Jahre eine amphorenähnliche Flasche mit einer Schriftrolle am Flaschenhals ein. Dies trug (zu Unrecht) zu einem negativen Image bei. Es gab kaum ein italienisches Lokal in vielen europäischen Ländern, das nicht die kitschigen Fischernetze und die Verdicchio-Flaschen in seinem Interieur verwendeten. Die mittel bis spät reifende Rebe ist anfällig für beide Mehltauarten, sowie besonders für Botrytis und Traubenfäule. Sie erbringt säurebetonte Weißweine mit Aromen nach Zitronen, Äpfeln, Pfirsichen und Bittermandelnmit Alterungspotential, die sich auch für die Produktion von Schaumwein eignen.

Heute wird sie zumeist unter Verdicchio Bianco vor allem in den Marken kultiviert, wo sie in den DOC/DOCG-Weinen Castelli di Jesi Verdicchio Riserva, Colli Maceratesi, Esino, Falerio dei Colli Ascolani, Lacrima di Morro d’Alba, Verdicchio dei Castelli di Jesi und Verdicchio di Matelica zugelassen ist. Sie wird aber auch in Abruzzen, Latium, Lombardei, Sardinien, Toskana, Umbrien und Venetien angebaut, wo sie ebenfalls in zahlreichen DOC/DOC-Weinen enthalten ist. Das sind unter anderem Capriano del Colle, Castelli Romani, Colli Albani, Colli Berici, Colli di Conegliano, Lugana, Marino, Montecompatri-Colonna, Monte Tondo, Recioto di Soave und Soave.

Die italienische Anbaufläche beträgt insgesamt 3.526 Hektar Rebfläche. In kleinen Mengen wird sie auch noch in Übersee in Argentinien (2 ha), Brasilien (4 ha) und in den USA (Kalifornien) angebaut. Gegenüber dem Jahre 2000 mit damals 5.043 Hektar gab es eine Reduktion um rund ein Drittel. Die Sorte belegte im Jahre 2010 insgesamt 3.532 Hektar Rebfläche. Sie liegt damit im weltweiten Rebsortenranking auf dem Rang 134.

Quelle: Wine Grapes / J. Robinson, J. Harding, J. Vouillamoz / Penguin Books Ltd. 2012

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